Während der Öffnungszeiten der Ausstellung

DER KAMPF UM DIE HÄUSER | Audio-Walk

Im Rahmen der Ausstellung lädt die Gruppe profikollektion zu einem Audiowalk durch das Frankfurter Westend ein. Basierend auf Interviews mit Zeitzeugen rekonstruieren sie die Geschichte des Frankfurter Häuserkampfes am Ort des Geschehens.

Start jeweils:: Studierendenhaus/Ausstellungsfoyer “Dieses Haus ist besetzt! Frankfurter Häuserkampf 1970-1974”.
An den den Öffnungstagen der Ausstellung während der Öffnungszeiten der Ausstellung.

 

Do, 17.09. // 21 Uhr // Kino

OCCUPIED CINEMA

Dokumentarfilm, Serbien/Kroatien 2018, 87 Min.

In der Dokumentation geht es um die Guerillaübernahme des privatisierten Kinos Zvezda durch

verschiedene soziale Gruppen, die sich zusammenschließen und die Realität, in der sie leben,

verändern zu wollen. Darüber, wie diese Realität aussehen soll, sind sie sich nicht einig

Eine Veranstaltung im Rahmen der Filmreihe Ada Sommerkino

Ort: Im Hof der Ada-Kantine, Mertonstraße 30 (ehem. Gebäude der Akademie der Arbeit)

 

Di 22.09. // 19 Uhr // Kino

IN GEFAHR UND GRÖSSTER NOT BRINGT DER MITTELWEG DEN TOD

Spielfilm, DE 1974, Regie Alexander Kluge und Edgar Reitz

Frankfurt 1974: Eine Beischlafdiebin und eine DDR-Kundschaftterin ziehen durch die Stadt. Es ist die Zeit des Karnevals. Zugleich wird der von Studenten besetzte „Block“, das Zentrum der Hausbesetzerszene, von der Polizei gewaltsam geräumt. Den Titel des Films – ein Zitat des Barock-Dichters Friedrich von Logau – fanden die Regisseure als Graffito im Keller eines der besetzten Häuser. Im Anschluß an den Film findet ein Gespräch mit Heiner Boehncke statt, der in einem der besetzten Häuser in der Schumannstraße wohnte.

Ort: Pupille im Studierendenhaus, Uni-Campus Bockenheim

 

Do 01.10. // 19 Uhr // Lesung

Ulrike Heider liest aus ihren beiden Büchern „Keine Ruhe nach dem Sturm“ und „Der Schwule und der Spießer“. Während Heider im ersten Buch die Höhepunkte, Kriminalisierung und Zerfallserscheinungen der antiautoritären Protestbewegung wie Experimente mit der Freien Liebe, die Frankfurter Universitätsbesetzung, Straßenschlachten oder Hausbesetzungen beschreibt, geht es im zweiten um Protagonisten der damals beginnenden Schwulenbewegung und ihre Verbindungen zum Häuserkampf. Im Anschluss an die Lesung ist noch Zeit für Rückfragen, Diskussion oder von eigenen Erfahrungen zu berichten.

Ort: Festsaal im Studierendenhaus, Uni-Campus Bockenheim

 

Do 8.10. // 19 Uhr // Kino

SCHATTEN DER ENGEL

Spielfilm, DE/Schweiz 1975/1976, Regie: Daniel Schmid

Der Film „Schatten der Engel“ von Daniel Schmid entstand 1976 nach dem Theaterstück „Der Müll, die Stadt und der Tod“ von Rainer Werner Fassbinder. Realer Hintergrund sind die Auseinandersetzungen um die Umstrukturierung des Frankfurter Westends von einem Wohn- zu einem Geschäftsviertel in den 1970er Jahren. Während einer Aufführung des Stücks im Schauspiel 1985 wurde die Bühne von Demonstrant*innen besetzt. Sie warfen Fassbinder vor, mit der Figur eines „reichen Juden“, der sich als Immobilienspekulant betätigt, antisemitische Klischees zu bedienen.

Im Anschluss sprechen wir mit dem Soziologen Reiner Diederich darüber, wie die Vorwürfe seinerzeit begründet wurden, über Möglichkeiten und Grenzen in der Kunst und darüber wie Fassbinders Stück bzw. Schmids Film heute beurteilt werden.

Ort: Festsaal im Studierendenhaus, Uni-Campus Bockenheim

 

Sa 10.10. // 15 Uhr //

Ausstellungsgespräch
mit Norbert Saßmannshausen vom Frankfurter Archiv der Revolte. In Zusammenarbeit mit der KunstGesellschaft

Ort: Ausstellungsraum “K4” im Studierendenhaus, Uni-Campus Bockenheim

 

Sa 10.10. // 13 Uhr – ausgebucht –

Stadtteilführung „Das Westend in den Zeiten des Häuserkampfes“ mit Norbert Saßmannshausen. Organisation: VHS Frankfurt. Anmeldung via VHS

So 18.10.. // 17 Uhr //

Frau Lenke wohnt hier nicht mehr  – Mietervertreibung im Frankfurter Westend 

Film von Edith Marcello, Michael Stadnik, Martin Brüggemann. 38 Minuten, 2014. In Zusammenarbeit mit der AG Westend.

  “… die Dörfer, Städte, Häuser, mit denen ein Mensch aufwächst, sind Teil seiner Lebensgeschichte…..Ich verstehe unter Heimaten Gebäude, die einen emotionalen Wert haben, weil sie an ihrem Ort verankert sind und diesen Ort begründen. Solche Bauten vermitteln uns das Gefühl, irgendwo dazuzugehören. Dieses Gefühl macht uns ruhig. Nimmt man  uns zu viele dieser Häuser weg, wird es ungemütlich…. Stattdessen baut man neu und verpflichtet die Entwürfe… vor allem dem Gedanken des Geldes. So werden Heimaten zerstört.” (Peter Zumthor, Architekt)

Die im Film beschriebenen Beispiele zeigen, dass Investoren und Spekulanten vor allem in Nachkriegshäusern ein profitsteigerndes Entwicklungspotential sehen.  Ein Investor im Westend hat dafür das Wort „wachküssen“ geprägt: die Gewinne scheinen märchenhaft zu sein. Kein Wunder, dass „Immobilienhaie“ gerade hier unterwegs sind. Nicht nur In den Amtsstuben wird das beschönigend „Gentrifizierung“ genannt.