Plakatieren verboten!

.Das Frankfurter Archiv der Revolte zeigt in einer Ausstellung Plakate der Protestbewegung des langen roten Jahrzehnts in der Dondorf-Druckerei.

Ausstellung ab 8. Juni
bis 5. Juli 2026

2og:dondorf

Gabriel-Riesser-Weg 3

Am 11. April 1968 wird Rudi Dutschke auf offener Straße in Berlin von Josef Bachmann angeschossen und schwer verletzt. An den Spätfolgen stirbt er 1979: Die Osterunruhen des Jahres 1968 sind eine Reaktion und große Manifestation der seit dem 2. Juni 1967 entstehenden APO (Außerparlamentarische Opposition), vorallem gegen die Meinungsmacht und -manipulation des Springer-Konzerns.

Das Plakat im Foto rechts (oben) entstand als Gemeinschaftsarbeit von Thomas Bayrle, Uve Schmidt und Bernhard Jäger im Frühjahr 1968. Wir zeigen das Plakat  in der Ausstellung.

Berufsverbote in den 1970er Jahren

Auswirkungen und Gegenwehr im Rhein-Main-Gebiet

Regina Schleicher hat sich mit den Berufsverboten in den 1970er Jahren befasst und wird an dem Abend nach einer Einführung zu den politischen Hintergründen der Einführung eines Radikalenerlasses am Beispiel von Archivmaterialien zeigen, wie letzterer sich im Rhein-Main-Gebiet auswirkte. Dabei werden verschiedene Beispiele einbezogen, an denen sich zeigen lässt, dass neben Lehrkräften an Schulen und Uni-Dozent*innen einige andere Berufsgruppen betroffen waren. Ein zweiter Schwerpunkt widmet sich den Strategien der Gegenwehr. Welche Akteur*innen und Bündnisse haben sich am Protest und an konkreten Gegenmaßnahmen wie Aufrufen, offenen Briefen, Kulturveranstaltungen, Besetzungen etc. beteiligt? Der Blick in die Gegenwart eröffnet schließlich die Diskussion über aktuelle Beispiele.

Eine Veranstaltung des Frankfurter Archivs der Revolte in der Reihe „Archivgespräche“

Beitragsfrei – Spenden erwünscht

12. Juni 2026, 19:30 Uhr

2og:dondorf  |  Gabriel-Riesser-Weg 3

mit Regina Schleicher 

Moderation: Rolf Engelke

Foto (c): Meier-Ude, 1985

Die regionale Geschichte der Kinderladenbewegung seit 1967

Kinderläden, Schülerläden und Krabbelstuben in Frankfurt am Main

Der Fernsehfilm „Erziehung zum Ungehorsam“ brachte das Thema 1969 in die bundesdeutschen Wohnzimmer: Neben den Protesten gegen die Notstandsgesetze, den Vietnamkrieg oder die Springer-Presse hatte die 68er-Revolte auch die Frühpädagogik zum Thema. Es gab aber nicht nur die Frankfurter Kinderschule – wie im Film gezeigt –, viele andere Initiativen entstanden in kurzem Zeitraum. Markus Drewniak hat inzwischen über 80 Trägervereine in Frankfurt aus dieser Zeit recherchiert. Sein Ziel ist es, eine Chronik der Frankfurter Trägervereine und Kinderläden von 1967 bis 1990 zu erstellen.

Im ersten Teil der Veranstaltung wird er die Geschichte der Kinderläden in Frankfurt seit 1967 im Hinblick auf die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse und die Rahmenbedingungen der Kinderbetreuung skizzieren. Dazu hören wir von der spannenden Geschichte einiger ausgewählter Projekte der Endsechziger und 1970er Jahre. Im zweiten Teil der Veranstaltung ist Zeit für Begegnungen und Erinnerungen, für Austausch und Diskussionen.

Markus Drewniak hat mit über 70 Zeitzeug:innen gesprochen, einige von ihnen werden anwesend sein. Wer im Regal, in Ordnern, im Keller oder im Archiv noch spannende Unterlagen, Broschüren und Fotos der Häuser und Läden entdeckt, bringe das Material gerne zur Veranstaltung mit.

 

21. Juni 2026. Ab 16 Uhr

mit Markus Drwniak (Gesellschaft für Jugendarbeit und Bildungsplanung e.V. / Stadtteilhistoriker der Stiftung Polytechnische Gesellschaft)

Moderation: Gottfried Oy

Foto 1970, Ginnheimer Kinderladen

2og:dondorf
Gabriel-Riesser-Weg 3  60325 Frankfurt-Bockenheim

Eine Veranstaltung des Frankfurter Archivs der Revolte in der Reihe „Archivgespräche“

Das Frankfurter Archiv der Revolte erhielt bislang Dokumente, Fotos, Bücher, Broschüren, Flugblätter, Plakate, Buttons, Zeitschriften usw. usw. von:
Dieter Bott, Volker Brandes, Marion Brandt, Rainer Brumme, Barbara Dickenberger, Reiner Diederich, Knut Dörfel, Rolf Engelke, Christiane Gerhard, Heiner Halberstadt, Infoladen, Peter-Erwin Jansen, Natalie Katarski, Johannes Kreft, Gerhard Kromschröder, Conrad Lay, Hanneliese Ludwig, Bernd Metzger, Wilfried Michel, Volkhard Mosler, Günter Pabst, Norbert Saßmannshausen,  Bruno Schneider, Sonja Tesch, Edgar Weick, Johannes Winter, Mara Ziegel.

 

An 18, September 1970 wurde im Frankfurter Westend das erste Haus besetzt, in der Eppsteiner Straße 47

Die Dokumentation zum Franktuter Häuserkampf ist im Buchhandel und beim Archiv der Revolte erhältlich.

Am Abend des 17. September 2020 wurde die Ausstellung „Dieses Haus ist besetzt! Frankfurter Häuserkampf 1970-1974“ im Studierendenhaus eröffnet.

Zeitschriftenbestand

Zeitschriften im Frankfurter Archiv der Revolte: neue kritik, links, diskus, Büroklammer, express, fuzzy, Pflasterstrand, Besetzerblättsche u.a.

Zeitzeugen-Projekt des Archivs

Es gab nicht nur Dany, Joschka und Johnny Klinke

 

Aufruf

Ein ständiger Prozess

Unsere Webseite befindet sich in einem permanenten Prozess der Erweiterung und Änderung. Wir bitten um Verständnis und hoffen auf Euer kritisches Interesse.

Das Frankfurter Archiv der Revolte wird unterstützt von der Citoyen Stiftung und der Stiftung Oekohaus!