Dieses Haus ist besetzt!

Frankfurter Häuserkampf 1970-1974

2020 jährt sich ein Frankfurter Stadtereignis: Am 19. September 1970 wurde mit Besetzung der Eppsteiner Straße 47 im Frankfurter Westend das erste Haus in der BRD besetzt. In den folgenden Jahren, bis zur Räumung der Häuser „Bockenheimer Landstraße/Ecke Schumannstraße“ im Jahr 1974, kam es zu zahlreichen weiteren Hausbesetzungen, Mietstreiks und Demonstrationen in Frankfurt, insbesondere im Westend. Auslöser war eine massive Wohnraumzerstörung und deren Folgen im Zuge der geplanten City-Erweiterung ins Westend.

Bislang vor allem als legendär gekennzeichnet bietet die Ausstellung eine erste Bestandsaufnahme des Frankfurter Häuserkampfs . 

Laufzeit der Ausstellung: 18. September bis 18. Oktober 2020.

Ort: Studierendenhaus auf dem Uni-Campus Bockenheim, Mertonstr. 26-28 in Frankfurt a.M.

Öffnungszeiten:

Montags: 15-19 Uhr
Mittwochs:  17-21 Uhr
Donnerstags: 15-19 Uhr
Sonntags: 15-18 Uhr

An allen Öffnungstagen startet der Audio-Walk von profikollektion zu Schauplätzen des Häuserkampfes in der Ausstellung. https://www.profikollektion.de/ 

Wegen der Hygiene-Vorgaben dürfen nur 17 Besucher:innen gleichzeitig im Ausstellungsraum sein. Daher ist eine Anmeldung ratsam, um evtl. Wartezeiten zu vermeiden (info@archiv-der-revolte.de),

 Zur Ausstellung gibt es ein Veranstaltungsprogramm.

 

Donnerstag 01.10.2020 // 19 Uhr //
Lesung mit Ulrike Heider

Ulrike Heider liest aus ihrem Buch „Keine Ruhe nach dem Sturm“. Heider studierte seit Ende der 60er Jahre in Frankfurt und war an Hausbesetzungen in den 70er Jahren beteiligt. In ihrem Buch beschreibt sie die Höhepunkte und Zerfallserscheinungen der antiautoritären Protestbewegung, das Alltagsleben im besetzten Haus sowie die zunehmende Kriminalisierung der Aktivisten*innen. Im Anschluss an die Lesung ist noch Zeit für Rückfragen, Diskussion oder von eigenen Erfahrungen zu berichten.

Ort: Festsaal im Studierendenhaus, Uni-Campus Bockenheim

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