Kategorie: Aktuell

  • Heimkampagne und die Folgen.

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    Über Konstellationen zwischen Postnazismus, Rebellion und anhaltender Ignoranz

    Die Zustände in den Anstalten und Fürsorgeheimen der Bundesrepublik waren in den ersten Jahrzehnten nach dem Krieg gekennzeichnet von Erniedrigung und Gewalt, manche der Einrichtungen waren NS-Tatorte gewesen – postnazistische Fürsorgeerziehung.

    Die Neue Linke hat Ende der 1960er Jahre die Zustände in den Heimen der Bundesrepublik, insbesondere in Hessen skandalisiert. Ihre „Heim-Kampagne“ war auch eine praktische Kritik. Jugendliche flohen in die Befreiung verheißenden Milieus der Uni-Städte Frankfurt und Marburg: Was geschah nun, welche Kontakte und Konflikte entwickelten sich? Wie sahen die Bedingungen und Folgen der Unterbringung in Frankfurt aus?

    Von jenem Punkt aus, an dem sich die Geschichte der marginalisierten Jugendlichen mit der der außerparlamentarischen Linken kreuzt, fragen wir nach den Dynamiken und den Folgen. Wir dokumentieren Materialien aus der Kampagne, wir hören einen (Zeitzeugen:innen-)Bericht von der Arbeit mit den Jugendlichen, und wir hören Ausschnitte aus dem Feature der Journalistin Ulrike Meinhof. Ihre Reportage zum Mädchenheim in Guxhagen verschwand bald im Giftschrank, denn nicht lange danach wurde sie „Terroristin“ genannt.

    Die angestrebte Veränderung von Strukturen der Fürsorgeerziehung gestaltete sich zäh, die Beharrungskräfte gegen den Protest und das Aufdecken der historischen Wurzeln der Heimmisere waren groß. Im Rückblick wirkt die Heimkampagne wie ein Intermezzo – linke Kernthemen wurden dann doch andere.

    Für die Zustände in den Heimen interessiert sich bald kaum mehr jemand. In den 2000er Jahren traten die nun oft schon 50-Jährigen mit ihren Kindheitserinnerungen, ihren Erfahrungen und lebenslangen Traumata an die Öffentlichkeit. Und noch später erst wurde deutlich, dass das verdienstvolle Engagement der 68er bestimmte Aspekte, wie die Medikamentenversuche an Heimkindern, gar nicht in den Blick bekam.

    Mit Ingeborg Joachim (Dipl. Pädagogin) / Prof. Christian Kolbe (Soziologe) / Christoph Schneider (Kulturwissenschaftler)

    31. März 2026, 18 Uhr.

    2og:dondorf (Schirn Bockenheim).
    Gabriel-Riesser-Weg 3 in Ffm-Bockenheim

    Eine Veranstaltung in der Reihe „Archiv-Gespräche“ des Frankfurter Archivs der Revolte-

    Gefördert von der Stadt Frankfurt am Main (Kulturdezernat).

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  • Jugendzentrumsbewegung

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    „Bullen raus! –
    Wir wollen jetzt ein Jugendhaus!“

     

    Diese Parole riefen hunderte Jugendliche in der Nacht vom Freitag, den 18. Oktober 1974, den Polizisten zu, die gerade das besetzte Haus in der Varrentrappstraße in Bockenheim räumten.

    Nach einem langen Konflikt mit der Stadt konnte die Jugendhausinitiative Bockenheim ihre Forderung durchsetzen und viele Jahre ein Jugendhaus in Selbstverwaltung führen. Es gilt als eines der prominentesten Beispiele der Jugendzentrumsbewegung in der Rhein/Main-Region.

    Aber nicht nur in der Metropole, auch in Orten im Umland wie Rüsselsheim oder Neu-Isenburg riefen Jugendliche Initiativgruppen ins Leben und erkämpften Jugendhäuser in Selbstverwaltung – als Teil einer Bewegung, die Anfang der 1970er Jahre schließlich zehntausende junge Menschen vor allem in Klein- und Mittelstädten mobilisierte. Was sie wollten: ein Haus für die Jugend, für „sich“, Geld und vor allem keine staatliche Einmischung.

    Gemeinsam mit David Templin, Historiker und Autor des Standardwerks zur Jugendzentrumsbewegung „Freizeit ohne Kontrollen“, wollen wir einen Blick auf die bundesweite Bewegung und ihre lokalen Beispiele werfen.

    Im Kontext der Veranstaltung zeigt das Frankfurter Archiv der Revolte im Café Rabe Fotos und Dokumente zum Thema aus dem Archiv.

     Die Reihe „Archiv-Gespräche“ des Frankfurter Archivs der Revolte wird unterstützt von der Stiftung Citoyen, der Oekohaus-Stiftung und dem Kulturamt der Stadt Frankfurt a.M. –

     

    23. Januar 2025. 19:00 Uhr

    Café Rabe, Jordanstraße 3 in Frankfurt-Bockenheim

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  • Auf der Suche nach dem Proletariat

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    Auf der Suche nach dem Proletariat

    Die Frühgeschichte des „Revolutionären Kampfs“ und seine Betriebsintervention bei Opel Rüsselsheim

    Nach 1968 entstanden in Frankfurt zahlreiche linke Gruppen, die sich die Organisationsfrage stellten. Zu ihnen gehörte die „Betriebsprojektgruppe“ des SDS. Unter ihrem späteren Namen „Revolutionärer Kampf“ sollte sie in die Geschichte eingehen, er war der Keim der sogenannten „Sponti-Bewegung“.

    Ab 1970 arbeiteten Mitglieder des RK bei Opel in Rüsselsheim, um das Bewusstsein der Arbeiter zu erforschen und sich mit ihnen zu organisieren. Dem ging ein rund einjähriger Diskussionsprozess voraus. Wie kam die Betriebsprojektgruppe auf die Idee, in den Betrieb zu gehen? Welche Überzeugungen und Erfahrungen lagen ihr zugrunde? Was interessiert einen Wissenschaftler heute an der Gruppe „Revolutionärer Kampf (RK)“ der Jahre 1969/1970?

    Darübe wurde in der Veranstaltung am 24. Oktober 2024 im Café Rabe in der Jordanstraße 3 diskutiert. Dem Vortrag von Lucas Rudolph, der in seiner Masterarbeit die Frühgeschichte des „Revolutionären Kampfs“ erforscht, hörten knapp 70 Menschen zu. Die anschließende Diskussion war lebhaft und intensiv. Foto rechts: Publikum am 24.10. im Café Rabe.

    Im Kontext der Veranstaltung zeigt das Frankfurter Archiv der Revolte im Café Rabe Fotos und Dokumente zum Thema aus dem Archiv.

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  • 4, 5 und 54

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    Vier, fünf und 54

    Vor 4 Jahren wurde im September 2020 die erste Ausstellung zum Frankfurter Häuserkampf eröffnet, gezeigt im Studierendenhaus vom 19.9.-18.10 (siehe der Hinweis auf den Katalog auf dieser Seite).

    Vor 5 Jahren, im Mai, wurde das Frankfurter Archiv der Revolte gegründet, um Fotos und Dokumente, Erinnerungen und Ereignisse der Studenten- und Protestbewegung der 60er/70er Jahre in Frankfurt konzentriert zu sammeln und zu sichern und zahlreiche Zeitzeuginnen und Zeitzeugen berichten zu lassen und zu befragen.

    Vor 54 Jahren wurde im Frankfurter Westend das erste Haus besetzt, um der Wohnraumnot und gleichzeitiger Wohnraumzerstörung aktiv zu begegnen.

    Das Frankfurter Archiv der Revolte beginnt seine Veranstaltungsreihe “Archiv-Gespräche am 26. September 2024. Dabei versuchen wir im Gespräch die Bedeutung der Archiv-Arbeit für die Geschichte der gesellschaftskritischen Bewegungen sichtbar zu machen. Wir gehen davon aus, dass eine demokratische Gesellschaft ihre Konflikte und ungelösten Probleme sowohl erinnern als auch debattieren muss.

    26. September 2024. 19:00 Uhr

    Ort: Café Rabe (Jordanstraße 3)

    Eingeladen und angefragt sind Aktive der Häuserkämpfe 1970-1974, den Start-Input geben Dr. Hermann Kocyba (Institut für Sozialforschung) und Norbert Saßmannshausen (Frankfurter Archiv der Revolte).
    Im Kontext der Veranstaltung wird es im Café Rabe eine Ausstellung mit Dokumenten und Fotos aus dem Archiv der Revolte geben.

    Bilder
     Das Schild des Frauenbuchladens verläßt die Kiesstraße und wandert ins Archiv der Revolte, das Archiv erhält das Kochbuch der “Kantine” des ID,  Bernd Metzger überreicht seine 3 Ordner zu hessischen Berufsverboten, die Ausstellung “Dieses Haus ist besetzt!” wurde im Herbst 2020 von über 1000 Menschen besucht, die Presse berichtete über das Frankfurter Archiv der Revolte, bei Edgar Weick holten wir über 30 Ordner mit Dokumenten seines politischen Wirkens ab, und dann noch ein Foto aus der Jordanstraße aus dem Archiv (im Hintergrund das AdA-Gebäude. Nach der Räumung des “Blocks” im Februar 1974).

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  • Auf der Suche nach dem Proletariat

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    Die Frühgeschichte des „Revolutionären Kampfs“ und seine Betriebsintervention bei Opel Rüsselsheim

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    Nach 1968 entstanden in Frankfurt zahlreiche linke Gruppen, die sich die Organisationsfrage stellten. Zu ihnen gehörte die „Betriebsprojektgruppe“ des SDS. Unter ihrem späteren Namen „Revolutionärer Kampf“ sollte sie in die Geschichte eingehen, er war der Keim der sogenannten „Sponti-Bewegung“.

    Ab 1970 arbeiteten Mitglieder des RK bei Opel in Rüsselsheim, um das Bewusstsein der Arbeiter zu erforschen und sich mit ihnen zu organisieren. Dem ging ein rund einjähriger Diskussionsprozess voraus. Wie kam die Betriebsprojektgruppe auf die Idee, in den Betrieb zu gehen? Welche Überzeugungen und Erfahrungen lagen ihr zugrunde? Was interessiert einen Wissenschaftler heute an der Gruppe „Revolutionärer Kampf (RK)“ der Jahre 1969/1970?

    Darüber diskutiert das Frankfurter Archiv der Revolte mit Lucas Rudolph, der in seiner Masterarbeit die Frühgeschichte des „Revolutionären Kampfs“ erforscht und dabei u.a. auf die Dokumente im Frankfurter Archiv der Revolte zugriff.

    Im Kontext der Veranstaltung zeigt das Frankfurter Archiv der Revolte im Café Rabe Fotos und Dokumente zum Thema aus dem Archiv.

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    Die Reihe „Archiv-Gespräche“ des Frankfurter Archivs der Revolte wird unterstützt von der Stiftung Citoyen, der Oekohaus-Stiftung und dem Kulturamt der Stadt Frankfurt a.M.

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  • Ausstellung zum Häuserkampf in der VHS Frankfurt

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    • „Mieter, bleibt heiter, der Wohnungskampf geht weiter“

    Vor 50 Jahren: Der Frankfurter Häuserkampf verändert die Stadt

    Aus Anlass der ersten Hausbesetzung in Frankfurt am Main im Jahr 1970 organisierte ein Team des “Frankfurter Archiv der Revolte“ im Herbst 2020 die Ausstellung Dieses Haus ist besetzt! Frankfurter Häuserkampf 1970–1974. Die Ausstellung hatte die Hintergründe und Verlaufsformen des bundesweit ersten Zyklus von Hausbesetzungen zum Gegenstand und fand ein großes Interesse.

    Eine wandzeitungsartige Zeitreise durch den Gang der urbanen Kämpfe der frühen 1970er prägt auch die in den Fluren der Volkshochschule in der Sonnemannstraße 13 zu sehenden Ausstellung.

    Und heute? Die Ausstellung und die (beim Frankfurter Archiv der Revolte) erhältliche Dokumentation wirft auch einen kurzen und knappen Blick in die Gegenwart, denn viele der Ausgangspunkte der Konflikte der 1970er Jahre sind auch in der Gegenwart noch präsent: Wohnungsnot, unbezahlbare Mieten, Gentrifizierung, investorengesteuerter Luxuswohnungsbau etc. sind im heutigen Frankfurt nicht zu übergehen. Dementsprechend ist auch Protest und Widerstand wahrnehmbar. Das Ziel „Stadt für alle“ bleibt auf der Tagesordnung.

    Die Ausstellung in den Stockwerken 2 und 4 in der Sonnemannstraße kann während der Öffnungszeiten der VHS besucht werden. Die Eröffnung fand am 10. März 2023 statt.

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  • Frauenbuchladen

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    Kiesstraße 27, Frankfurt-Bockenheim. Dort entstand 1976 der Frauenbuchladen. Einige Jahre später eröffnete im gleichen Haus das Café Albatros. Das Albatros überlebte den Frauenbuchladen, der Ende der 90er Jahre aufgab. Was blieb war ein Schild, das an den Frauenbuchladen erinnerte und zu den wenigen erhaltenen Spuren der Revolte-Jahre zu zählen ist.  Am 31. Januar  2023 wurde das Schild abgeschraubt. Herr Winkler, der Hauseigentümer damals, schraubte selbst. In Anwesenheit von Katrin Swoboda, die 1976 zu den Gründerinnen des Frauenbuchladens zählte und auf dem Plakat der Buchhandlung zu sehen ist. Das Schild wird jetzt im Frankfurter Archiv der Revolte in der Mertonstraße 30 verwahrt. 

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  • Starke Gegner, weiche Ziele

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    Starke Gegner, weiche Ziele

    Die Paulskirchen-Revolution von 1848 ging verloren, weitere Niederlagen folgten. Kann man mit Worten und Bildern dagegen angehen?

    Gespräch mit Gerhard Kromschröder über seine interventionistische Kunst und Publizistik

    Moderation: Norbert Saßmannshausen

    Matinee: Sonntag, 15. Januar 2023, 11 Uhr. Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5 in Frankfurt am Main

     

    1973 verursachte die Erinnerung an die damals 125 Jahre zurückliegende „Revolution in Frankfurt“ große Aufregung im Stadtparlament. In einer von Gerhard Kromschröder und Nikolaus Jungwirth verfassten Flugschrift zum Paulskirchen-Jubiläum waren aktuelle Proteste, z. B. gegen die Zerstörung des Westends und die Erhöhungen der Preise im öffentlichen Nahverkehr, mit den Kämpfen für Demokratie und soziale Gerechtigkeit im 19. Jahrhundert verbunden worden.

    In der damaligen Debatte wies Hartmut Holzapfel darauf hin: Die gleiche Aufmerksamkeit, die den ersten Schritten in den parlamentarischen Alltag des Paulskirchen-Parlaments entgegengebracht wird, gebührt auch den sozialen Verhältnissen, in denen sich die Demokratie entwickelt.

    Die Musealisierung vergangener Kämpfe um Demokratie ist auch heute ein Ausweg, um die unerledigten Aufgaben einer demokratischen Gesellschaft auszublenden. Konflikte und Interessengegensätze in der Gesellschaft zu übersehen, das ist auch 175 Jahre nach der Paulskirchen-Revolution ein für die Demokratie untaugliches Verfahren.

    Gerhard Kromschröder, geboren 1941 in Frankfurt am Main, studierte hier Soziologie und Kunstgeschichte, war Lokalredakteur im Emsland und arbeitete von 1967 bis 1979 bei der satirischen Zeitschrift PARDON, zuletzt als stellvertretender Chefredakteur. Danach Reporter beim „stern” in Hamburg, wo er sich durch Undercover-Recherchen in der Neonazi-Szene und als „Türke“ einen Namen machte. Kromschröder lebte als Nahost-Korrespondent des Blattes in Kairo und war Kriegsreporter im bombardierten Bagdad. Er unterrichtete Journalismus an der Universität Wien und veröffentlichte zahlreiche Bücher und Fotobände. Im Caricatura Museum ist bis 19. März 2023 die von ihm und Till Kaposty-Bliss kuratierte Ausstellung „Teuflische Jahre – PARDON“ zu sehen.

    Veranstalter: Business Crime Control und KunstGesellschaft in Kooperation mit dem Frankfurter Archiv der Revolte

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  • Über Krahl

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    Hermann Kocyba im Gespräch mit Rolf Engelke und Norbert Saßmannshausen

    Anläßlich des 80. Geburtstages von Hans-Jürgen Krahl am 17. Januar 2023 lädt das Frankfurter Archiv der Revolte herzlich ein. Über Krahl, einen der wichtigsten Akteure der Studentenbewegung, soll gesprochen und debattiert werden. Im Gespräch mit dem Zeitzeugen und frühen Herausgeber von Krahl-Schriften, Hermann Kocyba, sollen verschiedene Facetten Krahls unterscheidbar werden: die des politischen Aktivisten, die des Theoretikers und schließlich die des  mystifizierten Krahl. Sein Tod bei einem Autounfall am 13. Februar 1970 markiert für viele das Ende der Studentenbewegung, seine Bedeutung ist aber insbesondere in den 70er Jahren noch lange sichtbar.

    1972 erschien eine Sammlung von Texten von Krahl im Verlag Neue Kritik („Konstitution und Klassenkampf“), die in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Die 5. Auflage erschien 2008. Im Jahr 2022 gaben Meike Gerber, Emanuel Kapfinger und Julian Volz unter dem Titel „Für Hans-Jürgen Krahl. Beiträge zu seinem antiautoritären Marxismus“ beim Verlag mandelbaum heraus.

    Das Frankfurter Archiv der Revolte verwahrt die beim Aufbau eines Hans-Jürgen Krahl Archivs gesammelten Dokumente. Das Krahl-Archiv konnte nicht gegründet werden. Der Großteil der Manuskripte, Exzerpte, Briefe befindet sich heute im Archiv des Hamburger Institut für Sozialforschung.

    Wann: 17. Januar 2023. 19 Uhr

    Ort: Frankfurter Archiv der Revolte, Mertonstraße 30 (ehem. AdA), gegenüber dem Hörsaalgebäude in Frankfurt am Main

    Wir bitten nach Möglichkeit um Anmeldung unter info@archiv-der-revolte.de

    In Kooperation mit dem Institut für Selbstorganisation e.V.

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